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NEW SOLUTIONS IN DIGITAL HEALTH

2. Kongress des SMITH-Konsortiums der Medizininformatik-Initiative | 28. – 29. Juni 2022, dbb forum berlin

Der zweite Kongress des SMITH-Konsortiums hat das Ziel, über den Tellerrand hinauszuschauen. Neben der Präsentation unserer konsortialen Ergebnisse, die im Rahmen der Aufbau- und Vernetzungsphase der Medizininformatik-Initiative erreicht werden konnten, wollen wir auch einen Blick auf die nationalen und europäischen Entwicklungen werfen. So soll u. a. der Transfer digitaler Innovationen in die regionale Versorgung am Beispiel der durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit adressiert werden. Die Chancen der Digitalisierung in der Medizin stehen dabei im Fokus aller Themen, um Forschung und Versorgung bestmöglich und nachhaltig miteinander zu vernetzen. Diese Entwicklung setzt hochqualifiziertes Personal voraus. Die Stärkung digitaler Kompetenzen und medizininformatischer Lehre ist ein weiterer Schwerpunkt, dem wir im Rahmen des SMITH-Kongress 2022 nachgehen wollen.

Forschung mit Versorgung nachhaltig vernetzen

Nachhaltigkeit ist auch für die digitale Medizin ein zukünftiges Oberthema, das weit über die reine Finanzierung und Finanzierbarkeit hinausgeht. Forschung und Krankenversorgung können nicht mehr getrennt voneinander gedacht und gelebt werden. An dem Übergangspunkt an dem sich Deutschland im Moment befindet, soll hervorgehoben werden, dass Digitalisierung im Gesundheitswesen kein Selbstzweck ist. Folgerichtig müssen digitale Werkzeuge, die in die Krankenversorgung Einzug halten auch evaluiert werden sowie ggf. Anforderungen an ein Medizinprodukt erfüllen. Wir wollen aufzeigen, inwieweit solche Herausforderungen im universitären Kontext adressierbar sind.

Transfer digitaler Innovationen in die regionale Versorgung

Die Medizininformatik-Initiative brachte die Universitätsmedizin in eine „pole position“ für die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Von Anfang an war hiermit auch der Anspruch verbunden, andere Partner an diesen Entwicklungen zu beteiligen. Durch die Förderlinie „Digitale FortschrittsHubs Gesundheit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gibt es jetzt Pilotprojekte, die diese Entwicklung angehen. Wir möchten den DigHubs eine Plattform bieten, sich zu vernetzen und über erste Erfahrungen zu berichten.

Stärkung medizininformatischer Forschung und Lehre

Eine Säule der Medizininformatik-Initiative ist die Stärkung von Forschung und Lehre. Im SMITH-Konsortium konnten sechs neue Professuren, vier Nachwuchsforschergruppen und drei neue Studiengänge sowie vielfältige Weiterbildungsangebote etablieren werden. Wir möchten diesen Gruppen ein Forum bieten und aufzeigen wie nach dem Erschließen von Daten das Thema Datenumgang für alle Akteure immer wichtiger wird.

Digitale Medizin auf europäischer Ebene

Die Digitalisierung in der Medizin endet nicht an nationalen Grenzen. Als großes Ziel wurde die Idee eines „European Health Data Space” entworfen. Wir möchten hierzu den Status Quo berichten, fragen wie Bürgerinnen und Bürger hieran partizipieren können und welche Komponenten neben internationaler Anstrengungen zur Interoperabilität noch benötigt werden.