{"id":20202,"date":"2023-10-09T11:09:35","date_gmt":"2023-10-09T09:09:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.smith.care\/?p=20202"},"modified":"2023-10-09T17:03:32","modified_gmt":"2023-10-09T15:03:32","slug":"gemtex-plenarmeeting-09-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.smith.care\/de\/2023\/10\/09\/gemtex-plenarmeeting-09-2023\/","title":{"rendered":"Erste Grundlagen f\u00fcr die automatische Verarbeitung von Texten aus der Patientenversorgung werden geschaffen | 2. GeMTeX-Plenarmeeting"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Arbeiten an der Methodenplattform GeMTeX, einem Projekt der <a href=\"https:\/\/www.medizininformatik-initiative.de\/de\/start\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Medizininformatik-Initiative (MII)<\/a> zur Verarbeitung von Texten aus der klinischen Patientenversorgung, sind bereits seit einigen Monaten angelaufen. Nun haben sich Ende September rund 40 GeMTeX-Mitarbeitende in einem Webmeeting getroffen, um die ersten Fortschritte seit dem Kick-Off im Juni zu besprechen. Eines der zentralen Themen auf der Agenda war der aktuelle technische Stand der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.medizininformatik-initiative.de\/de\/konsortien\/datenintegrationszentren\" target=\"_blank\">Datenintegrationszentren (DIZ)<\/a> an den sechs beteiligten Universit\u00e4tskliniken in Berlin, Dresden, Erlangen, Essen, Leipzig und M\u00fcnchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die technische Leitung des GeMTeX-Projekts liegt bei Dr. Frank Meineke vom Institut f\u00fcr Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE) der Universit\u00e4t Leipzig. Er hat die Ergebnisse einer Statuserhebung der DIZ pr\u00e4sentiert, die in Form von Interviews durchgef\u00fchrt wurde. Gepr\u00fcft wurden beispielsweise die technischen Grundlagen f\u00fcr die Verarbeitung von Arztbriefen, die f\u00fcr den Aufbau des Textkorpus notwendig sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Einwilligung der Patientinnen und Patienten ist wesentlich f\u00fcr den Aufbau eines Textkorpus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie technischen Voraussetzungen sind zwar von Standort zu Standort unterschiedlich, aber die DIZ sind bereits gut aufgestellt\u201c fasste Dr. Meineke zusammen. Besonders beobachtet werden m\u00fcsse hierbei &nbsp;die Entwicklung der Zahlen zur breiten Patienteneinwilligung (<a href=\"https:\/\/www.medizininformatik-initiative.de\/de\/data-protection-compliant-broad-consent\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Broad Consent<\/a>). Die \u00fcber die Medizininformatik-Initiative (MII) abgestimmte Einwilligung bildet die Grundlage f\u00fcr den Aufbau des Textkorpus. GeMTeX verwendet ausschlie\u00dflich klinische Daten, f\u00fcr die Patientinnen und Patienten einer Nutzung f\u00fcr Forschungszwecke zugestimmt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den technischen Aspekten waren Strategien zur Anonymisierung und Pseudonymisierung der Arztbriefe im Textkorpus sowie die Arbeit an den Studienprotokollen ein wesentlicher Bestandteil der Diskussionen auf dem Plenarmeeting. Diese Schritte sind notwendig, um Textdokumente aus der Versorgung verarbeiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Annotationen machen klinische Dokumente f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz lesbar<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im kommenden Fr\u00fchjahr sollen die Annotationsarbeiten im GeMTeX-Projekt beginnen. Daf\u00fcr werden die Arztbriefe von Medizinstudierenden gelesen und in einem Computerprogramm gem\u00e4\u00df bestimmter Vorgaben hinsichtlich Struktur und Inhalt markiert. Diese Markierungen werden als Annotate bezeichnet und bilden die Grundlage f\u00fcr Anwendungen der K\u00fcnstlichen Intelligenz.<\/p>\n\n\n\n<p>In GeMTeX werden diese Annotationsarbeiten mit dem Programm <a href=\"https:\/\/inception-project.github.io\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">INCEpTION<\/a> durchgef\u00fchrt. Auf dem Plenarmeeting hat Serwar Basch, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universit\u00e4t Darmstadt, eine Erweiterung des Annotationswerkzeugs INCEpTION vorgestellt, mit dem Fortschritte im Annotationsprozess detaillierter verfolgt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend hat GeMTeX-Projektleiter Professor Martin Boeker von der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen einen Ausblick auf die organisatorischen Schritte in den kommenden Monaten gegeben. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem weiteren Ausbau der Arbeitsgruppen zu Technik und Annotation durch die Projektpartner sowie die Darstellung von Meilensteinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Ende der Tagung stand noch ein aktuelles Thema auf der Agenda: der Einsatz von generativen Sprachmodellen bzw. Chatbots. Hierzu haben die Teilnehmenden diskutiert, wie die Entwicklungen um ChatGPT sinnvoll f\u00fcr den Aufbau des GeMTeX-Textkorpus genutzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chste GeMTeX-Klausurtagung findet am 20. und 21. November 2023 an der TU M\u00fcnchen statt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Arbeiten an der Methodenplattform GeMTeX, einem Projekt der Medizininformatik-Initiative (MII) zur Verarbeitung von Texten aus der klinischen Patientenversorgung, sind bereits seit einigen Monaten angelaufen. 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