{"id":20242,"date":"2023-10-16T12:47:29","date_gmt":"2023-10-16T10:47:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.smith.care\/?p=20242"},"modified":"2025-09-30T16:24:52","modified_gmt":"2025-09-30T14:24:52","slug":"5-fragen-an-welt-boss-day","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.smith.care\/de\/2023\/10\/16\/5-fragen-an-welt-boss-day\/","title":{"rendered":"Zum Welt-Boss-Day: \u201e\u00dcberzeugungsf\u00e4higkeit und Vordenken sind die Schl\u00fcssel\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>5 Fragen an\u2026 Konsortialleiter Prof. Dr. Markus L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Heute ist Welt-Boss-Tag! Dieser Tag wird vor allem in den USA gefeiert, indem Angestellte ihren Chefs mit Gru\u00dfkarten und Geschenken ihre Wertsch\u00e4tzung zeigen. Hierzulande ist dieser Feiertag weniger bekannt \u2013 dennoch nehmen wir ihn zum Anlass, mit dem Leiter unseres Konsortiums, Prof. Dr. Markus L\u00f6ffler, ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Der ehemalige Direktor des Instituts f\u00fcr Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie an der Universit\u00e4t Leipzig hat Medizin und Physik studiert, um das Feld der \u201eTheoretischen Medizin\u201c zu pr\u00e4gen. Sp\u00e4ter hat er sich auf die biometrische Forschung spezialisiert. Seitdem besch\u00e4ftigt er sich intensiv mit statistischen Analysen sowie Auswertungen in der Medizin. Als Kopf zahlreicher Gro\u00dfprojekte musste er bereits mehrfach seine F\u00fchrungsqualit\u00e4ten beweisen. Professor L\u00f6ffler ist nicht nur der Chef des SMITH-Konsortiums, sondern unter anderem auch Leiter im konsortien\u00fcbergreifenden Anwendungsfall <a href=\"https:\/\/www.smith.care\/de\/interpolar\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">INTERPOLAR<\/a> sowie stellvertretender Koordinator der Methodenplattform <a href=\"https:\/\/www.smith.care\/de\/gemtex_mii\/ueber-gemtex\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GeMTeX<\/a>. Seinen F\u00fchrungsstil beschreibt er als \u201efreundlich bestimmend und \u00fcberzeugend\u201c, sein Motto: vorausschauend denken und handeln.<\/em><br><em>Im Interview gibt Professor L\u00f6ffler Einblicke in seinen Alltag als Konsortialleiter und seine Pl\u00e4ne, die er f\u00fcr das SMITH-Konsortium in den n\u00e4chsten Jahren hat.<\/em><strong><br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wieso sind Sie SMITH-Konsortialleiter geworden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich war immer daran interessiert, neue Datenquellen zu erschlie\u00dfen, Auswertungen zu machen, die man bisher nicht machen konnte und neue Studienkonzepte zu erm\u00f6glichen. Meine Motivation kommt also aus der Welt der Biostatistik und epidemiologischen Forschung. Als ich erfahren habe, dass in Deutschland die<a href=\"https:\/\/www.medizininformatik-initiative.de\/de\/start\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> Medizininformatik-Initiative<\/a> aufgelegt wird und man sich bewerben kann, wurde mir klar: Hier entstehen M\u00f6glichkeiten, Daten aus der Krankenversorgung zu erhalten und analysierbar zu machen. Daraufhin habe ich meinen damaligen Dekan und den \u00e4rztlichen Leiter des Universit\u00e4tsklinikums Leipzig auf diese M\u00f6glichkeit hingewiesen und darum gebeten, dieses Projekt zu unterst\u00fctzen. Sie fanden das sehr spannend und wichtig und haben eingewilligt. Dass ich den Antrag dann schreiben sollte, lag sofort auf der Hand. Ich hatte mit Antr\u00e4gen sehr viel Erfahrung und bereits erfolgreich andere Konsortien in Bereichen wie Sepsis, Onkologie und Lungenerkrankungen geleitet. Als sp\u00e4ter immer mehr Partner dazu kamen, waren alle damit einverstanden. Sie wussten, dass ich Erfahrung in der Leitung von Konsortien habe, deshalb war das Vertrauen ganz schnell da. Ich habe mich nicht danach gedr\u00e4ngt, Konsortialleiter zu werden \u2013 es war einfach kontingentes Handeln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie sind, wie Sie erw\u00e4hnt haben, auch Leiter f\u00fcr andere Gro\u00dfprojekte. Was treibt Sie an, diese Verantwortung zu \u00fcbernehmen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das kann ich nicht wirklich beantworten. Offenbar bin ich ganz gut in der Lage, Menschen und Konsortien zu leiten. Manchmal ist es schwierig, aber bei den Medizininformatik-Konsortien ging das immer sehr gut. Vielleicht habe ich ein Talent die Menschen mitzunehmen. Und, das ist das Allerwichtigste aus meiner Sicht: Ich versuche immer einen Schritt weiterzudenken, sodass ich immer noch einen Pfeil im K\u00f6cher habe. \u00dcberzeugungsf\u00e4higkeit und Vordenken, das sind die Schl\u00fcssel.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was sind genau Ihre Pflichten und Aufgaben als Konsortialleiter?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe sehr viele Pflichten, insbesondere organisatorischer und administrativ-technischer Natur. Dahingehend bekomme ich allerdings exzellente Unterst\u00fctzung durch das <a href=\"https:\/\/www.uniklinikum-leipzig.de\/einrichtungen\/life\/life-management-cluster\/%C3%BCber-das-life-management-cluster\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">LIFE Management Cluster<\/a> an der Medizinischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Leipzig, an dem wir unsere Medizininformatik-Projekte administrativ angebunden haben. Das ist eine wirklich hervorragend funktionierende Truppe, die operativ alles gut managed. Deshalb brauche ich mich nicht viel um das Alltagsgeschehen zu k\u00fcmmern. Meine Hauptaufgabe sehe ich darin, die wissenschaftliche F\u00fchrung zu \u00fcbernehmen und die vielen Aspekte der interdisziplin\u00e4ren Themen zu verstehen. Ich muss die verschiedenen Themen miteinander verbinden und den \u00dcberblick dar\u00fcber behalten, wo Abstimmungsbedarf besteht, wo Fallgruben sind, wo Risiken f\u00fcr das Projekt bestehen oder wo besondere Vorteile entstehen, die vorher nicht sichtbar waren. Zusammenfassend sehe ich meine Hauptaufgabe darin, die Innovation zu f\u00f6rdern.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche Herausforderungen m\u00fcssen Sie in Ihrer Funktion als Konsortialleiter bew\u00e4ltigen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich sage es jetzt einmal ganz bildlich und einfach: Die haupts\u00e4chliche Herausforderung ist, m\u00f6glichst immer vor der Welle zu surfen und nicht dahinter. Damit man die Handlungsf\u00e4higkeit f\u00fcr bevorstehende Entscheidungen und gute neue Ideen rechtzeitig erh\u00e4lt und ein bisschen weiter in die Zukunft blickt. Wenn man immer nur hinterherl\u00e4uft, verliert man oft die Handlungsf\u00e4higkeit. Das ist etwas, das ich nicht gern habe. Aber manchmal geht es nicht anders, dann \u00fcberholen einen die Ereignisse und man ger\u00e4t pl\u00f6tzlich hinter die Welle.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>W<\/em>elche Pl\u00e4ne haben Sie f\u00fcr das SMITH-Konsortium in den kommenden Jahren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube wir haben eine ganze Menge geschafft, aber es liegt noch mehr vor uns. Der Hauptplan, den ich f\u00fcr SMITH sehe: Die <a href=\"https:\/\/www.medizininformatik-initiative.de\/de\/konsortien\/datenintegrationszentren\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Datenintegrationszentren<\/a> (DIZ) unserer zehn Partner zusammen mit den DIZ der anderen Konsortien zu einem unverzichtbaren Teil der Datenanalyse in Deutschland zu machen. Wir m\u00fcssen die klinischen Kolleginnen und Kollegen davon \u00fcberzeugen, dass die Datenintegrationszentren f\u00fcr ihre Arbeit n\u00fctzlich sind. Sie dienen einerseits der Optimierung der Krankenversorgung und andererseits schaffen sie Voraussetzungen f\u00fcr klinische Studien, die beispielsweise die Versorgungsrealit\u00e4t erfassen. Ich hoffe, dass wir genau diese M\u00f6glichkeiten mit unseren Projekten demonstrieren k\u00f6nnen, sodass die DIZ an den Kliniken ebenso unverzichtbar sein werden, wie es die Koordinierungszentren f\u00fcr klinische Studien an den Medizinischen Fakult\u00e4ten geworden sind. Eine F\u00f6rderung des Bundes hatte einmal knapp 20 Zentren f\u00fcr Klinische Studien (ZKS) und Koordinierungszentren f\u00fcr Klinische Studien (KKS) auf den Weg gebracht. Diese existieren alle noch. Es sind weitere dazu gekommen, weil viele Fakult\u00e4ten verstanden haben, dass ohne diese Zentren ihren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern etwas im Angebot fehlt. Mein Ziel w\u00e4re \u2013 und da bin ich mir mit allen anderen Konsortialleitern einig, dass die Datenintegrationszentren einen \u00e4hnlichen Rang erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Arbeiten im SMITH-Konsortium sind f\u00fcr die Zukunft der digitalen Gesundheitsversorgung in Deutschland wichtig, weil&#8230;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p> &#8230;wir mit diesen Arbeiten die digitale Unterentwicklung im Gesundheitssystem ein St\u00fcck weit \u00fcberwinden, neue M\u00f6glichkeiten erschlie\u00dfen und international anschlussf\u00e4hig werden k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ist Welt-Boss-Tag! 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