{"id":25051,"date":"2025-09-15T17:04:14","date_gmt":"2025-09-15T15:04:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.smith.care\/?p=25051"},"modified":"2025-09-16T16:30:54","modified_gmt":"2025-09-16T14:30:54","slug":"rueckblick-mii-symposium-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.smith.care\/de\/2025\/09\/15\/rueckblick-mii-symposium-2025\/","title":{"rendered":"Medizininformatik-Initiative zeigt den Nutzen der Digitalisierung im Gesundheitswesen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mit mehr als 300 Teilnehmenden fand am 11. September 2025 das Symposium der Medizininformatik-Initiative in Jena statt<\/strong>.<br><\/p>\n\n\n\n<p><em>Pressemitteilung der Medizininformatik-Initiative \/ TMF e. V. | 15.09.2025<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sind digitale Gesundheitsdaten der Schl\u00fcssel zu einer besseren Medizin? Dar\u00fcber haben mehr als 300 Expertinnen und Experten beim Symposium der Medizininformatik-Initiative (MII) am 11. September 2025 in Jena diskutiert. Unter dem Motto <em>\u201eVon der Region nach Europa: Gesundheitsdaten nutzen \u2013 Forschung st\u00e4rken \u2013 Versorgung verbessern\u201c<\/em> gab die MII spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen, konkrete Forschungsergebnisse und Perspektiven rund um die Nutzung von Gesundheitsdaten in Deutschland und Europa.<\/strong> <strong>Er\u00f6ffnet wurde das Symposium von Katharina Peter, Leiterin der Unterabteilung Technologien in den Lebenswissenschaften im Bundesministerium f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), welches die MII seit 2015 f\u00f6rdert.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Medizininformatik-Initiative zeigt eindrucksvoll, wie man mit harmonisierten Daten und intelligenten Algorithmen Krankheiten besser erforschen kann. Dazu haben wir in der MII eine leistungsf\u00e4hige Dateninfrastruktur aufgebaut, die medizinische Datens\u00e4tze aus der Universit\u00e4tsmedizin verkn\u00fcpft und intelligent nutzt\u201c, betonte Sebastian C. Semler, Leiter der Koordinationsstelle der MII.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Frank Wissing, Generalsekret\u00e4r des Medizinischen Fakult\u00e4tentages (MFT), erg\u00e4nzte: \u201eGesundheitsdaten fallen nicht vom Himmel: Der Kontext, der Prozess und die Anreize zur Datengenerierung haben ma\u00dfgeblichen Einfluss auf deren Nutzbarkeit. Das behalten wir bei der MII im Blick.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erste Datenanalysen der MII zeigen Impact der Digitalisierung auf die Versorgung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Symposium pr\u00e4sentierten Forschende erstmals aktuelle, mit MII-Daten erzeugte Ergebnisse aus Klinik und Wissenschaft, die einen Impact auf die Patientenversorgung haben. Insbesondere die sichere und wirksame Medikation z\u00e4hlt zu den zentralen Herausforderungen einer patientenzentrierten Gesundheitsversorgung. Anhand mehrerer Anwendungsbeispiele mit MII-Daten konnte gezeigt werden, wie die Verordnung, Vertr\u00e4glichkeit und Wirksamkeit von Arzneimitteln mit Real-World-Daten verbessert werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Projekt POLAR_MI konnte zeigen, wie sich Gesundheitsrisiken bei Patientinnen und Patienten mit Polymedikation erkennen lassen. Die Analyse von Routinedaten von mehr als 700.000 Behandlungsf\u00e4llen aus zehn Universit\u00e4tskliniken legte offen, dass fast 38 Prozent der \u00e4lteren Patientinnen und Patienten ab 65 Jahren mindestens ein potenziell ungeeignetes Medikament gem\u00e4\u00df PRISCUS-Liste erhielten, was das Risiko f\u00fcr sturzbedingte Knochenbr\u00fcche (Frakturen) nachweislich erh\u00f6hte. Weiterhin wurde untersucht, ob arzneimittelbedingte Blutungen im Magen-Darmtrakt (Gastrointestinaltrakt) und Unterzuckerungen (Hypoglyk\u00e4mien) erkennbar und vorhersehbar sind. Die Analysen zeigen, dass rund 1,2 Prozent der Patientinnen\u00a0 und Patienten gastrointestinale Blutungen erlitten, etwa 3 Prozent Hypoglyk\u00e4mien. \u201eDie Ergebnisse verdeutlichen, dass die von der MII geschaffene Infrastruktur f\u00fcr Studien zur Arzneimitteltherapiesicherheit und k\u00fcnftige Pharmakovigilanz-Studien genutzt werden k\u00f6nnen mit dem Ziel, die Patientensicherheit und das -befinden zu verbessern\u201c, erl\u00e4uterte der Projektleiter<strong> <\/strong>Prof. Dr. Markus L\u00f6ffler\u00a0von der Universit\u00e4t Leipzig.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.medizininformatik-initiative.de\/de\/medizininformatik-initiative-zeigt-den-nutzen-der-digitalisierung-im-gesundheitswesen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zur vollst\u00e4ndigen Pressemitteilung der Medizininformatik-Initiative \/ TMF e. 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