{"id":26445,"date":"2026-10-21T10:58:01","date_gmt":"2026-10-21T08:58:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.smith.care\/?p=26445"},"modified":"2026-10-21T11:37:39","modified_gmt":"2026-10-21T09:37:39","slug":"diz-workshop-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.smith.care\/de\/2026\/10\/21\/diz-workshop-2026\/","title":{"rendered":"Datenintegrationszentren: Medizinische Forschung in Deutschland weiterentwickeln und mitgestalten"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>DIZ-Workshop am 12.\/13. Oktober 2026 Leipzig<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Rund 70 Mitarbeitende und Leitungen der <a href=\"https:\/\/www.smith.care\/de\/forschung\/datenintegrationszentren\/\">Datenintegrationszentren (DIZ)<\/a> kamen vergangene Woche f\u00fcr zwei Tage in den Design Offices in der Alten Post Leipzig zusammen. Die DIZ, urspr\u00fcnglich an universit\u00e4tsmedizinischen Standorten eingerichtet, erm\u00f6glichen einen sicheren, datenschutzkonformen Zugang zu hochwertigen Daten aus der Routineversorgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem DIZ-Workshop standen unter dem Motto \u201eVon der Weiterentwicklung zur Mitgestaltung\u201c der standort\u00fcbergreifende Austausch, gemeinsame Herausforderungen und die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Ziel war es, Erfahrungen zu teilen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und die Rolle der DIZ in der deutschen Forschungslandschaft weiter zu st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zehn Jahre Medizininformatik-Initiative: gemeinsam viel erreicht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zum Auftakt blickten die Teilnehmenden auf den vergangenen DIZ-Workshop 2025 zur\u00fcck. In drei Arbeitsgruppen unter der Moderation von Prof. Dr. Martin Boeker (TU M\u00fcnchen), Dr. Danny Ammon (Universit\u00e4tsklinikum Jena), Prof. Dr. Thomas Ganslandt (FAU Erlangen-N\u00fcrnberg) und Dr. Philip Overton (TMF e. V.) hatten sie sich mit den Themen Nachhaltigkeit, technische Infrastruktur und effiziente Durchf\u00fchrung von Datennutzungsprojekten besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend gab Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch, Konsortialleiter des MIRACUM-Konsortiums, einen \u00dcberblick \u00fcber die Entwicklung der <a href=\"https:\/\/www.medizininformatik-initiative.de\/de\/start\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Medizininformatik-Initiative (MII)<\/a> in den vergangenen zehn Jahren. Was bei der Konzeption noch kaum vorstellbar war, ist heute Realit\u00e4t: Klinische Daten k\u00f6nnen lokal und standort\u00fcbergreifend f\u00fcr die Forschung zusammengef\u00fchrt werden. Statt der urspr\u00fcnglich angedachten Zusammenarbeit weniger Kliniken umfasst die Initiative inzwischen 41 Standorte. Die intensive konsortien\u00fcbergreifende Zusammenarbeit, gemeinsame Anwendungsf\u00e4lle und das <a href=\"https:\/\/www.medizininformatik-initiative.de\/de\/start\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Forschungsdatenportal f\u00fcr Gesundheit (FDPG)<\/a> haben diese Entwicklung ma\u00dfgeblich vorangebracht. Die MII ist so zu einem einzigartigen Langzeitprojekt geworden, das die medizinische Forschung in Deutschland nachhaltig ver\u00e4ndert hat. \u00a0<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"893\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.smith.care\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/PXL_20261012_1011580322-1-893x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26466\" srcset=\"https:\/\/www.smith.care\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/PXL_20261012_1011580322-1-893x1024.jpg 893w, https:\/\/www.smith.care\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/PXL_20261012_1011580322-1-262x300.jpg 262w, https:\/\/www.smith.care\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/PXL_20261012_1011580322-1-768x880.jpg 768w, https:\/\/www.smith.care\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/PXL_20261012_1011580322-1-1340x1536.jpg 1340w, https:\/\/www.smith.care\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/PXL_20261012_1011580322-1-1787x2048.jpg 1787w, https:\/\/www.smith.care\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/PXL_20261012_1011580322-1-700x802.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 893px) 100vw, 893px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Die Rolle der DIZ im Netzwerk Universit\u00e4tsmedizin st\u00e4rken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops war die Frage, welche Rolle die DIZ k\u00fcnftig im <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-universitaetsmedizin.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.netzwerk-universitaetsmedizin.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Netzwerk Universit\u00e4tsmedizin (NUM)<\/a> \u00fcbernehmen sollen. In seiner Keynote betonte Ralf Heyder, Leiter der Koordinierungsstelle des NUM: \u201eDie Datenintegrationszentren dienen als \u201aEnabler\u2018 f\u00fcr die NUM-Plattformen.\u201c Als zentrale Infrastrukturen f\u00fcr die Bereitstellung klinischer Routinedaten k\u00f6nnen sie die NUM-Forschungsplattformen unterst\u00fctzen, Daten f\u00fcr standort\u00fcbergreifende Projekte verf\u00fcgbar machen und die Nutzung f\u00fcr Forschende vereinfachen. Auch die Transparenz \u00fcber Datenverf\u00fcgbarkeit und -qualit\u00e4t spielt dabei eine wichtige Rolle. Im Gegenzug bietet das NUM finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die DIZ und f\u00f6rdert deren Nutzung.<\/p>\n\n\n\n<p>In zwei Break Out Sessions diskutierten die Teilnehmenden anschlie\u00dfend konkrete Herausforderungen und Perspektiven. Themen der ersten Break Out Session unter der Moderation von Dr. Tim Herrmann (Universit\u00e4tsmedizin Magdeburg) waren technische Architekturen, Personalgewinnung und -qualifikation, die Zusammenarbeit mit anderen Dateninfrastrukturen und die Ziele f\u00fcr die Weiterentwicklung bis 2030.<\/p>\n\n\n\n<p>In der anschlie\u00dfenden Diskussion wurde deutlich, dass unterschiedliche organisatorische Rahmenbedingungen gemeinsame L\u00f6sungen erschweren k\u00f6nnen. Besonders wichtig war es den Teilnehmenden dieser Break Out Session, dass die DIZ gemeinsame Kernkompetenzen definieren, die sich an den Nutzerinnen und Nutzern der DIZ orientieren. Zudem sollen in ihrer Arbeit die Potenziale K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) st\u00e4rker genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zweite Break Out Session unter der Moderation von Natalie Kl\u00f6tgen (Ruhr-Universit\u00e4t Bochum) besch\u00e4ftigte sich mit der st\u00e4rkeren Einbindung der DIZ in \u00fcbergeordnete Planungs- und Entscheidungsprozesse des NUM. Aus den Diskussionen zwischen den Teilnehmenden ging unter anderem hervor, dass mehr Kommunikation und Sichtbarkeit an den einzelnen Standorten die Positionierung der DIZ st\u00e4rken w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"788\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.smith.care\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/PXL_20261012_133411868.MP2_-1-788x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26468\" srcset=\"https:\/\/www.smith.care\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/PXL_20261012_133411868.MP2_-1-788x1024.jpg 788w, https:\/\/www.smith.care\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/PXL_20261012_133411868.MP2_-1-231x300.jpg 231w, https:\/\/www.smith.care\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/PXL_20261012_133411868.MP2_-1-768x998.jpg 768w, https:\/\/www.smith.care\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/PXL_20261012_133411868.MP2_-1-1182x1536.jpg 1182w, https:\/\/www.smith.care\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/PXL_20261012_133411868.MP2_-1-1576x2048.jpg 1576w, https:\/\/www.smith.care\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/PXL_20261012_133411868.MP2_-1-700x910.jpg 700w, https:\/\/www.smith.care\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/PXL_20261012_133411868.MP2_-1-scaled.jpg 1970w\" sizes=\"auto, (max-width: 788px) 100vw, 788px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Konkrete L\u00f6sungen und neue Einsatzm\u00f6glichkeiten f\u00fcr KI<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Workshoptag r\u00fcckte praktische Ans\u00e4tze in den Fokus.<br>Robert Krock (TMF e. V.) sprach zun\u00e4chst \u00fcber eine m\u00f6gliche Finanzierung der DIZ \u00fcber Datennutzungsprojekte. In einem weiteren Impulsvortrag zeigte Dr. Danny Ammon Beteiligungsm\u00f6glichkeiten der DIZ im Zusammenhang mit dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) auf. Er betonte, dass die Expertise der DIZ bei der Umsetzung von Vorhaben zur Interoperabilit\u00e4t gefragt ist und entsprechende Projekte zugleich die Weiterentwicklung ihrer Strukturen unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Anschlie\u00dfend pr\u00e4sentierte Christian Erhardt (Universit\u00e4tsklinikum T\u00fcbingen), wie REDCap als Serviceangebot der DIZ lokale Kliniken bei der Datenerhebung unterst\u00fctzen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>In der zweiten Session drehte sich alles um den Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) in den DIZ. Die Impulsvortr\u00e4ge von Georg Fette (Uniklinikum W\u00fcrzburg), Dr. Jan Gewehr (Uniklinikum Hamburg-Eppendorf) und Prof. Dr. Martin Boeker (Technische Universit\u00e4t M\u00fcnchen) und die anschlie\u00dfende Diskussion zeigten, dass KI bereits vielf\u00e4ltig genutzt wird, etwa zur Strukturierung von Freitexten wie Anamnesen und Datenanfragen, zur Dokumentation oder zur Anonymisierung von Texten. Gleichzeitig k\u00f6nnen die DIZ wichtige Voraussetzungen f\u00fcr den Einsatz von KI schaffen, indem sie interoperable Daten f\u00fcr das Training von Modellen bereitstellen und die Nutzung entsprechender Anwendungen in der Forschung unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zwei Tage haben gezeigt, wie viel die DIZ durch den Austausch und die gemeinsame Entwicklung von L\u00f6sungen erreichen k\u00f6nnen. Entscheidend f\u00fcr die n\u00e4chsten Schritte sind eine st\u00e4rkere Vernetzung, klare gemeinsame Ziele und die M\u00f6glichkeit, die Weiterentwicklung der Forschungsinfrastrukturen aktiv mitzugestalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 70 Mitarbeitende und Leitungen der Datenintegrationszentren (DIZ) kamen vergangene Woche f\u00fcr zwei Tage in den Design Offices in der Alten Post Leipzig zusammen. uf dem DIZ-Workshop standen unter dem Motto \u201eVon der Weiterentwicklung zur Mitgestaltung\u201c der standort\u00fcbergreifende Austausch, gemeinsame Herausforderungen und die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Ziel war es, Erfahrungen zu teilen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und die Rolle der DIZ in der deutschen Forschungslandschaft weiter zu st\u00e4rken.<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":26453,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-26445","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.smith.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26445","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.smith.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.smith.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smith.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smith.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26445"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.smith.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26445\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26470,"href":"https:\/\/www.smith.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26445\/revisions\/26470"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smith.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26453"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.smith.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26445"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smith.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26445"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.smith.care\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26445"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}