Referierende

NEW SOLUTIONS IN DIGITAL HEALTH

2. Kongress des SMITH-Konsortiums der Medizininformatik-Initiative | 28. – 29. Juni 2022, dbb forum berlin

Unsere Referierenden auf dem SMITH-Kongress 2022, Stand: 25.05.2022.

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Dr. Franziska Bathelt

Co-Verbundleiterin Digitaler FortschrittsHub MiHUBx

Wissenschaftliche Stellvertretung der Professur für Medizinische Informatik,
Institut für Medizinische Informatik und Biometrie,
Zentrum für Medizinische Informatik,
Technische Universität Dresden

“Die Zunahme komplexerer Krankheitsbilder erfordert eine bessere Erschließung und Teilung von Erkenntnissen über die Sektoren des Gesundheitswesens hinweg. Digitale Technologien bieten große Potenziale, um aus Routinedaten Forschungsanstrengungen zu unterstützen und das sich ergebende Wissen in die Versorgung weiterzugeben. Hand in Hand entstehen Möglichkeiten Arbeitsabläufe zu erleichtern und Patientinnen und Patienten passgenauer zu diagnostizieren und zu therapieren.

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Tobias Brieden

Leiter Datenintegrationszentrum,
Universitätsmedizin Essen

“Für die Weiterentwicklung der Digitalisierung des Medizinwesens in Deutschland ist eine verstärkte Harmonisierung von Standards essentiell. Hier müssen Versorgung und Forschung zusammen gedacht werden, um nachhaltig einen Mehrwert für Patientinnen und Patienten zu schaffen.

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Hans-Peter Bröckerhoff

Moderation “NEW SOLUTIONS IN DIGITAL HEALTH”

Gründer und langjähriger Herausgeber des Fachmagazins E-HEALTH-COM

“Während der Pandemie traten die Mängel bei der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens nochmals besonders deutlich zutage. Dennoch ist die Zeit des Lamentierens vorbei. Die Akteure treiben die Digitalisierung weiter voran – auch im Rahmen der Medizininformatik-Initiative. Deshalb freue ich mich auf den 2. Kongress des SMITH-Konsortiums und die dortigen Berichte und Diskussionen.

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Jun.-Prof. Dr. Jan Christoph

Wissenschaftlicher Leiter
Datenintegrationszentrum/AG (Bio-)Medical Data Science,
Universitätsmedizin Halle

“Um Forschung und daran anschließende Versorgung mit innovativen IT-Services sowie klinischen Routinedaten zu unterstützen, sind Datenintegrationzentren hierfür der nächstliegende Grundpfeiler. Trotzdem stellt die nachhaltige Etablierung eines DIZ eine noch andauernde Herausforderung dar. Ohne deren Bewältigung wird ein Universitätsklinikum aber schon mittelfristig nicht mehr an Spitzen- und hochrangiger Verbundforschung teilnehmen können.

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Ronald Cornet, PhD

Außerordentlicher Professor,
Leitender Forscher, Leitender Ausbilder
Medizinische Informatik,
Forschungsinstitut für öffentliche Gesundheit Amsterdam,
Medizinische Zentren der Universität Amsterdam

“Das Gesundheitswesen ist einer der wichtigsten Anwendungsbereiche, die die Forschung in innovativen Bereichen wie dem maschinellen Lernen vorantreiben. Eine dringende Herausforderung besteht darin, diese bahnbrechende Forschung in die Gesundheitsversorgung einfließen zu lassen und den Qualitätsverbesserungszyklus zu schließen, um eine wirksame, effiziente und nachhaltige Gesundheitsversorgung zu schaffen. Dies erfordert eine enge Abstimmung zwischen dem Gesundheitswesen, der Informatik und der Medizininformatik, bei der qualitativ hochwertige Daten eine entscheidende Rolle spielen.

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Dr. Felix Erdfelder

Stellv. Leiter Datenintegrationszentrum,
Universitätsklinikum Bonn

“Nicht zuletzt die aktuelle Pandemie hat gezeigt, dass eine nachhaltige Vernetzung von Forschung und Versorgung eine Voraussetzung für zuverlässige und schnelle Forschungsergebnisse ist. Durch eine nachhaltige Vernetzung können wir auf alte und neue Bedrohungen der Gesundheit und des Wohlbefindens unserer Patientinnen und Patienten schnell und wirksam reagieren.

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Prof. Dr. Joachim Fischer

Verbundleiter Digitaler FortschrittsHub LeMeDaRT,
Abteilung Allgemeinmedizin am CPD-BW,
Universitätsmedizin Mannheim

“Alle reden von der patient journey. Diese bleibt aber inakzeptabel fragmentiert. Wir entwickeln weiterhin digitale Produkte für überalterte Versorgungsstrukturen. Bisher fehlen integrierende Lösungen für einen besseren Patientennutzen über die gesamte gesundheitliche Wertschöpfungskette. Wir sollten Strukturinnovation in der Versorgung mit dafür geeigneten digitalen Lösungen unterstützen.

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Dr. Anne Sophie Geier

Geschäftsführerin
Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung e. V.

“Die Gesundheitsversorgung der Zukunft wird entscheidend durch digitale Lösungen geprägt sein. Diese Lösungen werden wesentlich dazu beitragen, künftige Herausforderungen zu bewältigen und ein System zu erschaffen, in dem die Patient:innen und deren individuelle Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Digitale Anwendungen werden eine Schlüsselrolle dabei einnehmen, um Patient:innen eine sichere und qualitativ hochwertige Versorgung zu ermöglichen.

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Dr. Jan Gewehr

Abteilungsleiter Forschung und integrative Systeme,
Geschäftsbereich IT,
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

“Die nachhaltige Vernetzung von Forschung und Versorgung ist eine wesentliche Grundlage für schnelle, flexible und an aktuellen Herausforderungen orientierte Maßnahmen zur Aufrechterhaltung und Erweiterung der Wirksamkeit unseres Gesundheitswesens.

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Prof. Dr. Stephan Jonas

Institutsdirektor,
Institut für Digitale Medizin,
Fakultät für Medizin,
Universität Bonn

“Praxismotivierte Forschung kann langfristig nur erfolgreich gelingen, wenn nicht nur verschiedene Forschungs- und Versorgungseinrichtungen digital vernetzt sind, sondern diese Vernetzung sich auch über Sektoren und Disziplinen bis hin zu den Patient:innen selber zieht. Erst dann entstehen die Daten und Synergien, die für die patientenzentrierte Versorgung im Gesundheitsweisen notwendig sind und die eine Disruption durch digitale Medizin erlauben.

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Prof. Dr. Toralf Kirsten

Lehrstuhlinhaber für Medical Data Science,
Medizinische Fakultät,
Universität Leipzig

Leiter Abteilung Medical Data Science,
Medizininformatikzentrum,
Universitätsklinikum Leipzig

“Wir begreifen die fortschreitende Digitalisierung in der Medizin als Grundlage und Motor zugleich. Sie ermöglicht eine fundierte und evidenz-basierte medizinische Forschung, deren Ergebnisse in die Versorgung übergehen. Die Medizininformatik bildet die Nahtstelle zwischen neuen Methoden und Verfahren aus der Informatik und den Anforderungen aus dem medizinischen Alltag. Sie ist damit beständiger Treiber der Digitalisierung als auch deren Nutzen im Sinne der medizinischen Forschung und zum Wohle der Patientinnen und Patienten.

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Prof. Dr. Dagmar Krefting

CAEHR Koordinatorin,
Direktorin Institut für Medizinische Informatik,
Universitätsmedizin Göttingen

“Entscheidungen basieren auf Wissen, Wissen basiert auf Daten: Für bessere Entscheidungen in der Gesundheitsversorgung benötigen wir vernetzte, strukturierte Daten, die es uns ermöglichen, die komplexen Zusammenhänge zwischen Krankheitsentstehung und -entwicklung, individuellen Risikofaktoren, Umwelteinflüssen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu erfassen und zu verstehen. Dies ist so einfach in der Theorie wie schwierig in der konkreten Umsetzung. Das Schöne wie das Herausfordernde ist, es ist nur zusammen mit allen Beteiligten möglich.

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Mina Luetkens

Geschäftsführende Gesellschafterin,
Patients4Digital gGmbH

“Zur Bewältigung der Herausforderungen des Gesundheitswesens in der Ära von Health 4.0 kommen wir um Themen wie Digitale Identität und Datensouveränität, Internet 3.0-Lösungen und Dateninfrastruktur nicht herum. Insbesondere die Transformation der Arzt-Patienten-Beziehung braucht vor diesem Hintergrund eine neue Perspektive, ebenso die Bewertung von Versorgungsqualität. Daher brauchen wir vor allen Dingen eine zeitgemäße Datenkultur.

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Prof. Dr. Gernot Marx

2. Sprecher SMITH-Konsortium,
Verbundleiter Digitaler FortschrittsHub DISTANCE

Sprecher des Vorstandes des Innovationszentrums Digitale Medizin,
Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care,
Universitätsklinikum RWTH Aachen

“Ein Ziel der Digitalisierung des Gesundheitswesens ist es, Patientinnen und Patienten individueller zu behandeln. Im Rahmen von SMITH wurde seit 2018 der Use Case ASIC erfolgreich an acht klinischen Standorten ausgeführt. Die digital erhobenen Datensätze umfassen knapp 15.000 Einzeldatensätze mit über 200 Parametern zu intensivmedizinisch versorgten Patientinnen und Patienten. Dieser einzigartige Datensatz ist ein wichtiger Baustein für die weitere Forschung. Der Erfolg im Use Case ASIC bildet damit ein starkes Fundament für die weitere intersektorale Vernetzung.

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Dr. Frank Meineke

IT-Koordinator und Projektmanager,
Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie,
Universität Leipzig

“Jede Patientin und jeder Patient liefert über seine dokumentierte klinische Versorgung wertvolle Informationen, die die medizinische Forschung befördern und die zukünftige Behandlung aller Patientinnen und Patienten verbessern können.
Wir sind mit SMITH und der MII angetreten aus diesen Daten Informationen zu gewinnen und so verfügbar zu machen, dass daraus neues Wissen entstehen kann. Das unterstützt die SMITH Phenotyping Pipeline.

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Prof. Dr. Folker Meyer

Lehrstuhlinhaber für Medizininformatik mit Schwerpunkt Medical Data Science
Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin (IKIM),
Universitätsklinikum Essen

“Eine wirklich personalisierte Medizin, ohne auf den Mehrwert der europäischen Datenschutzregeln zu verzichten, ist nur durch nachhaltige Vernetzung der Forschungsanstrengungen in Medizin, Informatik und Naturwissenschaft zu erreichen.

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Prof. Anne Moen

Director UiO:eColab
Institute of Health and Society
University of Oslo

“Brauchbare digitale Gesundheitsdienste werden dringend benötigt, um die Bürgerinnen und Bürger als Patientinnen und Patienten, informelle Pflegekräfte oder Familienangehörige bei ihrem Gesundheitsmanagement nach eigenem Ermessen und unter eigener Kontrolle zu unterstützen. Digitale Technologien bieten neue Möglichkeiten, um persönliche Gesundheitsinformationen zu sammeln, zu überblicken und zu verstehen. Jeder Einzelne muss dazu ermächtigt werden, persönliche Gesundheitsdaten sinnvoll zu nutzen.

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Dr. Sylvia Nürnberg

Nachwuchsgruppenleiterin Secondary Use of Healthcare Data,
Institut für angewandte Medizininformatik,
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

“Es wird erwartet, dass digitale Daten die Medizin verändern werden. Den meisten der heutigen medizinischen Daten mangelt es jedoch an Interoperabilität: Versteckt in isolierten Datenbanken, inkompatiblen Systemen und proprietärer Software lassen sich die Daten nur schwer austauschen, analysieren und interpretieren. Dies bremst den medizinischen Fortschritt, da Technologien nicht ihr volles Potenzial entfalten können.

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Dr. Torsten Panholzer

Verbundleiter Digitaler FortschrittsHub DECIDE

Kommissarische Leitung der Abteilung Medizinische Informatik,
Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik,
Universitätsmedizin Mainz

“Die Digitalisierung von Prozessen in der Krankenversorgung, auch in Verbindung mit künstlicher Intelligenz, bietet viele Möglichkeiten. Diese Entwicklung sollte auch der Forschung mit Versorgungsdaten zugutekommen. Standardisierte Wege können die Datennutzung rechtlich und organisatorisch erleichtern.

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Prof. Dr. Mathias Pletz

Direktor des Instituts für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene
komm. Direktor des Instituts für Immunologie
Universitätsklinikum Jena

“Durch die Digitalisierung können die für die Therapie erforderlichen Anamnese, Bildgebungs- und Laborparameter schnell zusammengefasst, übersichtlich dargestellt und in den Kontext von Leitlinien gesetzt werden. Das verbessert die Behandlungsqualität, weil Patientinnen und Patienten frühzeitig optimal therapiert werden.

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Dr. Sasanka Potluri

Nachwuchsgruppenleiter “KI-LoV”,
Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Datenwissenschaften,
Universitätsklinikum Jena

“Ein Krankenhaus ist ein komplexes technisches System, an dem zahlreiche Faktoren beteiligt sind. Die Logistik im Gesundheitswesen spielt eine entscheidende Rolle für den effizienten Betrieb des Krankenhauses, indem sie die Servicequalität erhöht und gleichzeitig die Kosten senkt. Moderne datengesteuerte KI-Ansätze erleichtern die Erreichung der gewünschten Funktionalität des Krankenhauses.

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Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch

Koordinator MIRACUM-Konsortium,
Verbundleiter Digitaler FortschrittsHub MIDIA-Hub

Lehrstuhlinhaber für Medizininsche Informatik,
Institut für Medizininformatik, Biometrie und Epidemiologie,
Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

“Nachdem wir in der aktuellen Phase der Medizininformatik-Initiative die Daten der Universitätskliniken für die Medizinische Forschung erschlossen, integriert und zugänglich gemacht haben, ist es nun an der Zeit, diese Aktivitäten über die Grenzen unserer Krankenhäuser hinaus zu erweitern. Mit unserem digitalen Fortschritts-Hub gehen wir einen wichtigen Schritt zur digitalen Anbindung von niedergelassenen Ärzt:innen und auch Patient:innen mit den Universitätskliniken in Erlangen und München rechts der Isar.

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Thomas Renner

Leiter der Unterabteilung „Digitalisierung und Innovation“
Bundesministerium für Gesundheit

“Ein herausragendes Ziel dieser Legislaturperiode im Bereich Gesundheit ist es, die Datenverfügbarkeit im Gesundheitswesen weiter zu verbessern und die Möglichkeiten der Datennutzung für die unmittelbare Versorgung und die Forschung deutlich auszuweiten. Wir müssen ermöglichen, dass qualitativ hochwertige Daten zeitnah und interoperabel zur Verfügung stehen und rechtliche Unsicherheiten, wer zu welchem Zweck diese Daten verarbeiten darf, abgebaut werden.

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Prof. Dr. André Scherag

Kongresspräsident New Solutions in Digital Health

Direktor des Instituts für Medizinische Statistik, Informatik und Datenwissenschaften (IMSID),
Universitätsklinikum Jena

1. Sprecher SMITH-Konsortium, Leiter Use Case HELP

“Wir wollen die klinische Forschung und Patientenversorgung nachhaltig verbessern. Das setzt u. a. voraus, dass Daten besser genutzt werden. Damit das geschieht, muss der ganze Prozess der Datenerfassung transparenter werden. Denn nur so wird klar werden, welche Fragen man mit den verfügbaren Daten bearbeiten kann und welche nicht. Es ist wichtig zu verstehen, dass Technik und Daten hierfür lediglich notwendige Voraussetzungen sind.

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Nick Schneider

Leiter Referat Grundsatzfragen neue Technologien und Datennutzung
Bundesministerium für Gesundheit

“Die Pandemie hat gezeigt, dass eine gute Versorgung Forschung braucht und Forschung am besten auf Grundlage einer guten Versorgung erfolgt. Es ist an der Zeit, Forschung und Versorgung zusammenzubringen. Der Europäische Gesundheitsdatenraum, das im Koalitionsvertrag angekündigte Gesundheitsdatennutzungsgesetz und der Aufbau einer vernetzten Forschungsdateninfrastruktur bieten uns die Gelegenheit Daten zum Wohle der Patientinnen und Patienten datenschutzkonform nutzbar zu machen. Packen wir es an!

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Sebastian C. Semler

Geschäftsführer,
TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V.

“Wir müssen Dateninfrastrukturen konsequent und systematisch aufbauen und weiterentwickeln. Initiativen wie die Medizininformatik-Initiative leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Versorgungsdaten für die Forschung genutzt und die Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten optimiert werden können. Der Fokus der Bundesregierung auf einer dezentralen Forschungsdateninfrastruktur ist der richtige Ansatz.

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Prof. Dr. Cord Spreckelsen

Lehrstuhlinhaber für Medizinische Informatik,
Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Datenwissenschaften,
Universitätsklinikum Jena

“Digitalisierung stärkt die Rückkopplung von Forschung und Versorgung: Sie erleichtert es, Forschungsergebnisse zu finden, zu bewerten, zusammenzuführen und als Entscheidungsunterstützung für eine hochwertige Patientenversorgung zu nutzen. Qualitätsgesicherte und verständliche Versorgungsdaten bilden ihrerseits eine unverzichtbare Grundlage innovativer Wissenserzeugung.

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Dr. Daniel Tiller

Arbeitsbereichsleiter Datenintegrationszentrum,
Universitätsklinikum Halle (Saale)

“Die nachhaltige Vernetzung von Forschung und Versorgung ist nur dann möglich, wenn Patientinnen und Patienten den Forschenden ihre Daten zur Verfügung stellen und ihnen vertrauen. Personenidentifizierende Daten und medizinische Daten sind sehr sensible Informationen, deren Zugriff besonders schützenswert ist. Dafür werden an den Datenintegrationszentren Treuhandstellen etabliert, die mittels spezialisierter Software und entsprechender organisatorischer Anbindung datenschutzkonforme Lösungen für die medizinische Forschung bieten.

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Dr. Alexandr Uciteli

Nachwuchsgruppenleiter “Terminologie- und Ontologiebasierte Phänotypisierung”,
Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie,
Universität Leipzig

“Klinische Expertinnen und Experten werden durch eine nachhaltige Vernetzung von Forschung und Versorgung befähigt, relevante Personen für weiterführende Studien zu identifizieren sowie erforderliche Daten zu selektieren und zu analysieren. Die kombinierte Datennutzung und -analyse durch innovative IT-Lösungen kann so zu neuen Erkenntnissen in der Biomedizin beitragen sowie die Diagnose und Behandlung von Krankheiten verbessern.

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Prof. Dr. Veronika von Messling

Ministerialdirektorin und Leiterin der Abteilung für Lebenswissenschaften,
Bundesministerium für Bildung und Forschung

“Ein entscheidender Beitrag für die Bekämpfung von Krankheiten ist der rasche Zugang zu zuverlässigen Daten und ihr reibungsloser Austausch zwischen medizinischer Forschung und Patientenversorgung. Diese gemeinsame Datennutzung nachhaltig für Forschung und Versorgung zu verankern, halte ich für eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre.

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Dr. Thomas Wendt

Leiter Datenintegrationszentrum,
Universitätsklinikum Leipzig

“Unsere klinischen Forscherinnen und Forscher möchten die Integrationslösungen der MII sofort für ihre Projekte nutzen, wenn wir die Möglichkeiten auch nur andeuten. Echte Vorteile der Nutzung erreichen wir aber nur mit einer konsequenten Integration in die Kern-Infrastrukturen. Dazu gehört auch eine Absicherung des Betriebes über die Finanzierungsmechanismen von Forschung und Versorgung.